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Welt-AIDS-Tag 2016: Kopfzerbrechen sorgt bei den AIDS-Hilfen in Sachsen-Anhalts das Thema Syphilis

28 Nov Welt-AIDS-Tag 2016: Kopfzerbrechen sorgt bei den AIDS-Hilfen in Sachsen-Anhalts das Thema Syphilis

Anlässlich des Welt- AIDS-Tags am 01. Dezember 2016 zieht der Landesverband der AIDS-Hilfen Sachsen-Anhalt e.V. Bilanz: Für das Jahr 2015 wurden 84 Neu-Infektion, 2014 waren es 83 Infektionen, registriert. Das ist ein Anstieg zum Jahr 2014 um eine Neu-Infektion. Sven Warminsky, Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V. freut sich über die Stabilisierung der Neu-Infektionen, nachdem Sachsen-Anhalt – entgegen dem Bundestrend (hier waren die Neuinfektionen weitestgehend stabil) – viele Jahre mit steigenden Neuinfektionen zu kämpfen hatten.sven-warminsky

Die Neuinfektionen bei den Frauen sind weiterhin am geringsten mit 14 Neuinfektionen im Jahre 2015, bei den Männern am höchsten mit 70 Neuinfektionen in 2015. Für Kopfzerbrechen sorgt bei den AIDS-Hilfen des Landes Sachsen-Anhalts das Thema Syphilis. Warminsky: „Eine erhöhte Infektionsrate verzeichnen wir bei Syphilis, im Jahre 2014 mussten wir 111 Neuinfektionen und 2015 138 Infektionen notieren, dies ist eine Steigerung um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Thema der weiterhin steigenden Infektionen bei den sexuell übertragbaren Infektionen ist nach wie vor eine große Herausforderung für die AIDS-Hilfen in Sachsen-Anhalt.“

Verschiedene Schutzmöglichkeiten stehen heute zur Auswahl

Ein Großteil der HIV erkrankten Menschen in Sachsen-Anhalt können den Virus nicht mehr weitertragen, da diese eine HIV-Therapie erhalten,doch Schätzungsweise 13.000 Menschen in Deutschland wissen nichts von Ihrer HIV-Infektion und werden somit nicht behandelt.

Sven Warminsky, Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V. sagt: „Verschiedene Schutzmöglichkeiten stehen heute zur Auswahl und diese sollten immer auf die persönlichen Erfordernisse zugeschnitten sein. Neben dem Kondom gibt es die sogenannte (PEP) Postexpositionsprophylaxe, welche innerhalb von 48 Stunden nach einer wahrscheinlichen Infektion genommen werden muss, um eine echte Infektion noch in letzter Minute zu verhindern. Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) hingegen verhindert das ausbreiten des Virus im Körper und kann prophylaktisch eingesetzt werden. Diese Form der Prävention muss aber privat bezahlt werden.“a26727360_photo_jpg_xs_clipdealer-de

Diskriminierung ist noch immer ein Problem

Leider ist ein offener Umgang mit HIV, auch nach über 30 Jahren noch immer nicht Alltäglich. Diese Diskriminierung ist immer noch ein Grund sich nicht testen und damit behandeln zu lassen. Sven Warminsky: „Einen enormen Beitrag leisten die AIDS-Hilfen in dem Bereich durch Ihre Antidiskriminierungsarbeit. Mit den bisherigen Ressourcen ist diese Arbeit aber nicht ausreichend zu stemmen. Prävention und Betreuung von Menschen mit HIV haben sich in den letzten Jahren enorm verändert. Wir stehen vor völlig neuen Herausforderungen, nicht nur in der Prävention.“