kevennau.press | Salafisten-Szene: „Das südliche Sachsen-Anhalt bildet einen gewissen Schwerpunkt“
1431
post-template-default,single,single-post,postid-1431,single-format-standard,do-etfw,ajax_updown,page_not_loaded,,qode-theme-ver-7.1,wpb-js-composer js-comp-ver-4.5.1,vc_responsive

Salafisten-Szene: „Das südliche Sachsen-Anhalt bildet einen gewissen Schwerpunkt“

18 Nov Salafisten-Szene: „Das südliche Sachsen-Anhalt bildet einen gewissen Schwerpunkt“

Bundesweite Großrazzia gegen mutmaßliche Unterstützer der islamistischen Terrormiliz „Islamischer Staat (IS)“ am Dienstag. Die Sicherheitsbehörden durchsuchten rund 200 Wohnungen und Büros von Organisatoren sowie Anhängern der radikal-salafistischen Vereinigung. Aktuell zählt das Bundesamt für Verfassungsschutz rund 9.200 Personen zu der Salafisten-Szene. Diese sind insbesondere in den westlichen Bundesländern wohnhaft. „In Sachsen-Anhalt sind ca. 50 Salafisten ansässig“, sagt  Christian Fischer, Sprecher des Innenministeriums Sachsen-Anhalt am Freitag auf Anfrage.

bereitschaftspolizei_img2-3Das salafistische Spektrum umfasst mit jihadistischem und politischem Salafismus zwei Strömungen. Jihadistische Salafisten fordern Gewaltanwendung zur Durchsetzung ihrer Ziele. Politische Salafisten vermeiden offene Aufrufe zur Gewalt: sie wollen die Gesellschaft von innen heraus durch Missionierung islamkonform umgestalten. Beiden Strömungen gemein sind die ideologischen Grundlagen und die grundsätzliche Befürwortung von Gewalt, wodurch die Übergänge zwischen beiden Strömungen fließend sind. „Nach derzeitigem Kenntnisstand existieren in Sachsen-Anhalt keine salafistischen Vereinigungen“, so der Ministeriumssprecher.

„Dennoch konnten in der Vergangenheit vereinzelt die salafistischen „LIES!“-Stände und-Aktionen festgestellt werden. Hier bilden Halle (Saale) und das südliche Sachsen-Anhalt einen gewissen Schwerpunkt“, räumt in Christian Fischer, Sprecher des Innenministeriums Sachsen-Anhalt ein.

„Die wahre Religion“ alias „LIES! Stiftung“/“Stiftung LIES“ wurde vom Bundesministeriums des Innern verboten. Durchsuchungen wurden in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein vollzogen. „Sachsen-Anhalt war von diesen Exekutivmaßnahmen nicht betroffen, da hier weder Gliederungen noch Protagonisten dieser Vereinigung ansässig sind“, so Fischer.